Aktuelles

Lehrplan PLUS und…?
-Zu Besuch im ISB (Staatsinstitutes für Schulqualität und Bildungsforschung)
 
Am 16.04.2015 fuhr die Kollegiatengruppe zusammen mit einigen sdw-Mitgliedern aus der Nürnberger, der Münchner und der Passauer Kollegiatengruppe nach München in das ISB um dort an einem zwei stündigen Vortrag mit anschließender Diskussion über die Arbeit des Staatsinstitutes teilzunehmen.
Um 11.30 Uhr trafen sich die Gruppen zum gemeinsamen Mittagessen und Austausch im Wirtshaus Atzinger.
 
 
Anschließend begaben sich die Kollegiatengruppen zum ISB, wo um 13.00 Uhr der Vortrag gehalten von Dr. Karin Öchslein, der Direktorin des ISB, begann. 
Zu Beginn des Vortrages stellte Frau Dr. Öchslein sich und das Institut vor. Anschließend wurden die Aufgabenbereiche des Institutes erläutert. Neben dem neuen Lehrplan (Lehrplan PLUS), werden Handreichungen zu verschiedensten Themen geschrieben, welche dann an die Schulen verteilt werden. Vergleichsarbeiten, die dem Kultusministerium zugutekommen werden erstellt, aber auch Abiturprüfungen. Zudem werden Schul- und Modellversuche durchgeführt um die Schulqualität zu verbessern. Aufgrund des Umbruches in der Gesellschaft wird sich mit der Medienpädagogik und –didaktik beschäftigt. Das alles geschieht unter dem Motto „Wir machen aus Ideen Konzepte“. 
Nach dem Vortrag wurden Fragen der Stipendiaten zu verschiedensten Themen beantwortet, so wurde gefragt, ob die Mittelstufe PLUS, welche eingeführt werden soll, nur eine Wiederholung der 8. Klasse sei oder was aus Vereinen werden soll, wenn die Kinder im Sinne der Ganztagsschule nur noch wenig Freizeit außerhalb der Schule haben.

 

Im Anschluss an die aufschlussreiche Diskussion besuchten die vier Stipendiatengruppen die alte und die neue Pinakothek in München.
 
Organisiert wurde der Besuch des ISB in einer Kooperation der Regionalgruppen Würzburg und Bamberg/ Erlangen/ Nürnberg durch die Stipendiatinnen Anna Dicker (Bamberg) und Brigitte Hassold (Würzburg). 
 
— Jessica Enders
 
 

 

Jüdische Gemeindeführung

Im Rahmen einer Exkursion besuchten wir am 04.11.2014 „Shalom Europa – Das neue jüdische Ge­meinde- und Kulturzentrum“ in Würzburg. Dort besichtigten wir sowohl die Synagoge als auch das dortige Museum, welches grundsätzlich auch Schulklassen offen steht. Wir lernten dabei z.B. etwas über die Geschichte des Judentums, die jüdischen Feiertage und Bräuche, das fränkische Landjuden­tum, die Würzburger Orthodoxie und etwas über die Gemeinde an sich. Interessant ist beispielsweise die koschere Küche, welche Fleisch und Milch trennt, oder der Sabbat, an dem keine Tätigkeiten ver­richtet werden dürfen. Wahrscheinlich wusstet ihr auch nicht, dass wir uns gerade im Jahr 5775 befin­den. Wie dem auch sei: Der Besuch der jüdischen Gemeinde ist auf jeden Fall absolut empfehlenswert!

—Brigitte Hassold

 

 

 

 

 

 


Seminar zu Systemisch-konstruktivistischer Beratung

Am Freitag, den 9. Mai 2014, fand in Würzburg ein vierstündiges Seminar zum Thema „Systemisch-konstruktivistische Beratung“ statt. Die Gruppe der Teilnehmer bestand aus Stipendiaten der Regionalgruppen Würzburg und Passau sowie den Vertrauensdozenten der Würzburger Regionalgruppe. Das Seminar wurde von der Förderschullehrerin Eva Reinwald sowie dem Hauptschulseminarleiter Christoph Hartmann geleitet. Beide sind zertifizierte systemische Berater, Supervisoren und Coaches nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für systemische Pädagogik (DGsP e.V.).

Das Seminar ermöglichte den Teilnehmern, einen Einblick in die theoretischen Grundlagen der systemisch-konstruktivistischen Beratung zu gewinnen. Die Theorie wurde sinnvoll durch ein sehr anschauliches Beratungsgespräch zwischen den Beratern und einer Stipendiatin ergänzt.

Dem systemisch-konstruktivistischen Beratungsansatz liegt eine lösungs- und ressourcenorientierte Haltung zugrunde, die sich von einer langfristigen Suche nach Ursachen und Gründen für ein bestimmtes Verhalten distanziert. Im Umgang mit und in der Beratung von Schülern und Eltern kann eine systemisch-konstruktivistische Haltung dazu beitragen, neue Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven zu entwickeln sowie Verhaltensauffälligkeiten „neu“ zu deuten. Der systemische Berater unterstützt die zu Beratenden dabei, diese Verhaltensalternativen zu entfalten und neue Wege zu sehen. Charakteristisch für eine systemisch-konstruktivistische Haltung sind neben der oben genannten Merkmale u. a. Offenheit sowie Wertschätzung gegenüber dem Klienten. Ferner wird der Klient als Experte gesehen. Diese Haltung impliziert, dass der Klient bereits vor der Beratungssituation implizit um sein Problem, seine Bedürfnisse und sein Entfaltungspotential weiß. Der Berater unterstützt seinen Klienten dabei, das implizite Wissen an die Oberfläche zu holen und somit explizit werden zu lassen. Dabei übernimmt der Berater eine eher fragende, explorierende Rolle. Ergänzend bietet er dem Klienten einen bunten Strauß an Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven an, sofern der Klient dies verlangt. Dieser Angebotscharakter distanziert sich deutlich von „klassischen“ Ratschlägen, die durchaus als vorschnelle, zu einfache und überstülpende Lösungen angesehen werden können und daher im Beratungskontext vermieden werden sollten. Nicht umsonst sagt der Volksmund „Ratschläge sind auch Schläge“.

Das Seminar war äußerst gelungen, insbesondere weil es sehr interaktiv gestaltet war und man als Teilnehmer mit einigen Aha-Erlebnissen nach Hause ging.

 

gez. Christina Sprenger